von: Satirius llork
Im Amtsblatt 17/2011 lese ich auf Seite 546 über das Schicksal der Kastanie auf der Verkehrsinsel Pelzleinstraße/Felsenstraße. Sie fällt einer Verletzung zum Opfer die sie sich bereits vor Jahren bei einem Verkehrsunfall zugezogen hatte.
Warum Respekt? Weil es schon sehr überraschend ist, dass es, nicht wie – vor Kurzem – bei der Eiche an der Nürnberger Straße, ohne ein zusätzliches Gutachten geht. Das riecht ja förmlich nach Handlungskompetenz des Marktes. Aber wer hat die Verletzung denn eigentlich beurteilt? Darüber schweigt sich das Amtsblatt aus.
Zurück zur Eiche … die viele gar nicht kennen, da sie eher „eingebuddelt“ wirkt und nur Teile der Krone sichtbar sind. Haben nun Eichen andere Rechte oder dienen Sie besser zur Profilierung der politischen Lager, getreu dem Motto „Deutsche Eiche symbolisiert Bodenständigkeit“?
Ein latenter Gedanke meldet sich allerdings immer wieder und lässt mich vermuten: Der Markt Roßtal mag keine Kastanien. Ich erinnere mich an die – sofern es meine Synapsen noch richtig liefern – „Nacht-und-Nebel-Fällaktion“ der Clarsbacher Kastanie. Oha! Wieder eine Kastanie – und, wieder eine Verkehrsinsel. Ach, in Clarsbach ist ja gar keine mehr. Nachdem die Kastanie – warum auch immer – weg war, zwang sich scheinbar den Verkehrsplanern die Veränderung der Verkehrsführung – ohne Verkehrsinsel – auf. Was für ein glücklicher Zufall dass da die Kastanie gerade Platz dafür machte.
Allerdings bin ich gespannt, was nun am Brennpunkt „Pelzleinstraße Ecke Felsenstraße“ geschieht. Vielleicht kommt es zu einem Aufbegehren der Roßtaler konservativen Fundamentalisten „Lass‘ mers hald wie’s iss. Schaud‘ doch noch ganz g’sund aus, der Bamm. Wie’s wohl die andern sehng?“ mit Hang zum Bürgerentscheid oder Hinzuziehen eines zweiten Sachverständigen – sofern es überhaupt einen ersten gab.
Oder der Baum „fliecht naus“ und die gähnende Leere springt den Planern „in’s G’sichd“ und führt zu einer Anpassung der Verkehrsführung.
Es bleibt spannend! … und die Eiche wird’s noch mitkriegen. Die Clarsbacher Kastanie und – vermutlich – die Roßtaler Kastanie nicht mehr.
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